Toskana – Die unvergleichliche Lebensart
Wenn Engel reisen, lacht der Himmel – bei dieser Reise schien in der Tat jeden Tag die Sonne – und nicht nur das…!
Traumhaft schönes Wetter, die Verbindung von Kultur & Natur mit der unvergleichlichen italienischen Lebensart, bescherten uns einmalige Erlebnisse, bleibende Eindrücke und Erinnerungen.
Nur wenige Kilometer waren es jeweils zur nächsten sehenswerten Stadt, etwa zur Kunstmetropole Florenz, zum zinnengekrönten Sienna, zu den mittelalterlichen Türmen von San Gimignano, dem von gewaltigen Mauern umgebenen Lucca oder dem „Platz der Wunder“ in Pisa.
Seit der Zeit der Etrusker ist diese Region ein kulturelles Herz Italiens. Standort unserer Reise war der Kurort Montecatini Terme, der Dank seiner blumenreichen Parkanlagen, der reinen Luft und des milden Klimas zu den bekanntesten Kurorten Europas zählt.
Einer unserer Tagesausflüge führte uns durch farbenfrohe Hügelland des Chianti nach Sienna und San Gimignano. So rot wie die Erde auf der der Wein der Gegend angebaut wird, so rot sind die Dächer von Sienna. Hier bewunderten wir den Dom, der mit weißem und schwarzem Marmor verziert, ebenso faszinierte wie die Altstadt, rund um den muschelförmigen Platz „ Il Campo“. Zweimal im Jahr ist „ Il Campo“ Schauplatz des historischen Pferderennens „ Palio“.
Anders hingegen ist San Gimignano, mit seinem unversehrten mittelalterlichen Charakter: Schmale Gassen und Treppen, zierliche Bögen, verträumte Plätze und eine Stadtsilhouette in der sich die uralten Wohntürme abzeichnen. Beeindruckt von Erlebten an diesem ersten, warmen Urlaubtag, löschten wir unseren Durst mit einem kühlen Glas Vino Bianco, dem lokalen Weißwein: „Vernaccia di San Gimignano“.
Ein weiterer Höhepunkt, unsere Reise führte uns nach Florenz, das an beiden Ufern des Arno liegt. Malerisch wird der Fluss von Brücken überspannt.
Florenz, die glanzvolle Hauptstadt der Toskana, Ausgangspunkt vieler Entwicklungen der Kunst und Wirtschaft der letzten Jahrhunderte, wie: Zünfte und Volksversammlungen, Bankwesen, Baukunst, Humanismus und Renaissance. Hier herrschten die Medicis, dichtete Dante, malten Michelangelo, Leonardo da Vinci, Raffael, Botticelli und Tintoretto. Die Altstadt rund um die Piazza della Signoria mit dem Palazzo Vecchio, Michelangelos David und den Uffizien, dem Dom und St. Croce atmet noch immer diesen Geist.
Nur wenige Kilometer von Montecatini entfernt liegt Lucca, eine weitere schöne, alte Stadt in der Toskana. Obwohl eine der bedeutendsten alten Stadtrepubliken der Region, erreichte Lucca nicht die Ausstrahlung von Florenz und Pisa. Dank seiner komplett erhaltenen Altstadt, die von einer 4 km langen Ziegelsteinmauer umgeben ist, zählt Lucca heute zu den schönsten italienischen Städten.
Ein wenig frischer Wind war an diesem waren Tag mehr als willkommen, so dass wir sehr gerne das bekannte Seebad Viareggio, mit seiner schönen Uferpromenade besuchten. Wenngleich nur Zwischenstation, auf der Weiterfahrt nach Pisa, genossen wir Sonne, Sand und Meer in vollen Zügen.
Gestärkt durch diese kleine Pause, stürzten wir uns voll in das Getümmel um den schiefen Turm von Pisa. Tausende Touristen bevölkerten mit uns den Platz um den Dom, dem Glockenturm und der Taufkapelle. Immer ein Auge auf den schiefen Turm werfend ( hoffentlich kippt er nicht um), beeindruckte uns dieser gewaltige Dom, mit seinem verschiedenfarbigen Marmor besonders.
Sommerliche Temperaturen in dieser abwechslungsreichen Woche ließen Spielraum für die unterschiedlichsten Neigungen an den wenigen freien Tagen. Ob ausgedehnte Wanderungen durch die Parkanlagen von Montecatini, der Besuch von Montecatini Alto, oder ein Sonnenbad am Strand von Viareggio, für jeden war etwas dabei.
Ausgeruht und neugierig näherten wir uns am vorletzten Tag dem Geburtsort von Leonardo da Vinci, dem kleinen Ort Vinci. Zwei kleine Museen gaben eine beeindruckende Übersicht seiner Genialität und Schaffenskraft. Noch heute sind viele seiner Ideen und Entwürfe Grundlagenwissen unserer hoch zivilisierten und technisierten Welt. Kaum zu glauben, dass dieser Mann, vor über 500 Jahren, geleistet hat, zu einer Zeit, als vieles von ihm Angedachte, technisch gar nicht umsetzbar war.
In einem wunderschönen Ristorate, hoch auf dem Gipfel des Montecatini gelegen, fand dieser Tag, diese Reise, unser Toskanaaufenthalt, einen würdigen Abschluss. Bei Antipasta, Pasta und edlem Chianti Rosso genossen wir mit der Gruppe einen traumhaft schönen Sonnenuntergang.
Geprägt von außergewöhnlichen Eindrücken und Erlebtem während dieser Reise, werden diese Erinnerungen wohl immer die Bilder in unserem Herzen sein.
Arrivederci Toskana – Arrivederci Italien.
