Dolce Vita – am Fuße des Vesuvs
Eine Reise in das Herz Kampaniens, an den Fuß des so friedlich erscheinenden Vulkans Vesuv, der diese Region Italiens, in der langen Vergangenheit, maßgeblich beeinflusst und geprägt hat.
Eine Reise in die quirlige, moderne Metropole Neapel – eine Stadt der Gegensätze , des Altertums und der Gegenwart.
Eine Reise auf die Insel der Thermalbäder und heißen Quellen – Ischia und der viel besungenen, wunderschönen Insel Capri, wo die Sonne im Meer versinkt ...
Ischia, die grüne Insel mit ihren Pinienwäldern und subtropischen Vegetation verzauberte uns eine Woche lang. Bei Kaninchen – Schmorbraten, einer Spezialität der Insel, in einer feinen Tomaten-Weißwein-Sauce, mit Knoblauch und Pfefferschoten abgeschmeckt, tauschten wir am Abend unsere Tageserlebnisse, bei einem sehr guten Glas Inselwein.
Bei strahlendem Sonnenschein führte uns eine längere Bootstour auf die Insel Capri.
Die Insel aus Kalkfelsen bietet zahlreiche Naturschönheiten und ein ausgeglichenes Klima. Schon Kaiser Tiberius war von der Insel derart begeistert, dass er sich hier einen prachtvollen Palast, die Villa Jovis, errichten ließ. Von hier aus regierte er dann das Römische Weltreich.
Nach seinem Tod dauerte es bis ins 19. Jahrhundert, ehe die Schöngeister unserer Tage – Musiker, Maler und Poeten – den „Mythos Capri“ wieder aufleben ließen.
Bei der Rückreise mit dem Schnellboot erlebten wir einen unübertrefflichen Sonnenuntergang und verstanden nun, was Sänger, Maler und Poeten ausdrücken wollten ...
Wie nah die Menschen dieser Region den Urgewalten gekommen waren – und wieder sind, zeigte sich beim Besteigen des Vesuv und der anschließenden Besichtigung Pompeijs.
Der alles beherrschende Vulkan, Spender fruchtbaren Bodens und Ernährer der umliegenden Bewohner vieler Jahrtausende, zugleich aber auch Vernichter von tausender Menschenleben, wie uns die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum eindrucksvoll bezeugen, meinte es gut mit uns und zeigte sich von seiner besten Seite- mit strahlend blauem Himmel.
Bei seinem Ausbruch, im Jahre 9 nach Christi, benötigte er wenige Stunden, um ganze Städte und deren Bewohner zu vernichten. Erst die Ausgrabungen ließen erkennen, wie vernichtend diese Urgewalten sein können und wie macht- und hilflos wir Menschen diesem Ereignis gegenüber stehen. Pompeji ist aber auch ein anschaulicher und beeindruckender Beweis, der selbst uns Laien zeigt, wie hoch die Kultur dieser Zeit war. Eine funktionierende Trinkwasser Versorgung, ein ausgebautes Straßennetz, in den Städten sogar mit Gehwegen für die Fußgänger, vermitteln uns sehr anschaulich den Zivilisationsstand der damaligen Zeit.
Besonders Zeugnis dieser wohl genialen Baukunst der Römer, ist das Trinkwasser – Versorgungsnetz des alten Neapel. So konnten wir, bei der Besichtigung des ursprünglich 400 km langen Trinkwassernetzes des antiken Neapels, noch heute funktionierende Wasserkanäle und Bassins erleben, 35 Meter tief, unter den Mauern der Altstadt, in das Tuffgestein gemeißelt – vor mehr als 2000 Jahren…!
Unvergessliche Tage und Stunden nehmen wir alle von dieser Reise mit nach Hause. Wohl wissend, das kann nicht unsere letzte Reise nach Italien gewesen sein…!
